Programm

am Samstag den 6.07.2013

11:00 Uhr Begrüßung – Heidrun Abel (Vorsitzende ver.di Bezirk Köln)

11:15 Uhr Arbeitsgruppen mit ExpertInnen

  • Bence Fritzsche – Herausgeber und Autor (Chefredakteur, Atelier Verlag)
  • FC Stoffel – Musikwissenschaftler, Musiker, Programmierer, Netlabel-Betreiber und Blogger (Vorsitzender, PURER LUXUS E.V.)
  • Fukami – Chaos Computer Club
  • Rainer Steußloff – freelens (Fotografenverband)
  • Reimer Eilers (Verband deutscher Schriftsteller-Hamburg)
  • Sven Wolf – MdL NRW, SPD
  • Original oder Kopie?
    Der scheinbar unbegrenzte Zugriff auf urheberrechtlich geschützte Werke im Internet erweitert die Zugriffs- und Bearbeitungsmöglichkeiten der Nutzer ständig, unabhängig von Ort und Zeit, mit immer schnelleren elektronischen Werkzeugen, hat das Auswirkung auf unser Verständnis vom Original? Verschwimmen die Grenzen zwischen Urhebern und Nutzern?
  • Verwertungsmodelle (bereits ausgebucht)
    UrheberInnen haben es zunehmend schwerer Einfluss auf die Nutzung und die Verbreitung ihrer Werke auszuüben, sobald diese im Internet sind. Von einer angemessenen Vergütung ganz abgesehen, denn dafür wäre ein einheitliches Vergütungsmodel von Nöten. In der Diskussion befinden sich die unterschiedlichsten Ansätze: Kulturflatrate, Culture Coin und mehr…Derweil agieren UrheberInnen im Netz mit cc-Lizenzen oder kümmern sich überhaupt nicht um die Wahrnehmung ihrer Rechte. Die Verwertungsgesellschaften scheinen den neuen Nutzungsarten nichts entgegen stellen zu können.
  • Kreative Chancen (bereits ausgebucht)
    Selbstvermarktung: Sie bietet z.B. durch ePublishing einen direkten Zugang zum Konsumenten. Mit den Medien des E-books oder print on demand wird auf die neuen Gewohnheiten der Nutzer eingegangen. Den AutorenInnen von Text, Audio, Video oder Bild bietet die Vernetzung mit anderen Kreativen und die weltweite Verbreitung, den Zugang zu einem erweiterten Markt. Durch eine schnelle Aktualisierung der Inhalte kann der/die AutorIn das Werk auf die unterschiedlichen Anforderungen anpassen. Finden die Rechte der UrheberInnen dabei genügend Berücksichtigung? Wie kann eine gerechte Entlohnung unter den neuen Marktgegebenheiten gewährleistet werden?
  • Freiheit im Netz?
    Die Sicherstellung des allgemeinen Zugangs zu Kultur und Information wird in unserer Gesellschaft als Basis der Demokratie gesehen. Artikel 5 des Grundgesetzes sagt unter anderem „jeder hat das Recht… sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten.“ Daher gibt es Regelungen, die auch Menschen mit wenig Geld die Teilhabe ermöglichen sollen. Wenn qualitativ gute Informationen im Netz kostenpflichtig werden – etwa die Angebote von Zeitschriften und Zeitungen – wie können Lösungen der Teilhabe in diesem Bereich aussehen? Sind öffentliche Haushalte etwa so ausgestattet, dass sie in der Schule oder in den Bibliotheken den Zugang auch zu kostenpflichtigen Informationen ermöglichen können? Oder spaltet sich auch hier unsere Gesellschaft in diejenigen, die sich „gute“ Information leisten können und diejenigen, für die nur die Information umsonst bleibt?

13:00 Uhr Mittagessen, Austausch und Markt der Möglichkeiten

13:45 Uhr Präsentation der Arbeitsgruppen

14:30 Uhr Plenumsdiskussion mit Vertretern der Politik

  • SPD
  • CDU
  • FDP – Ingola Stefanie Schmitz
  • Bündnis 90/Die Grünen – David Jacobs
  • DIE LINKE. – Ilja Braun
  • Piraten Partei – Markus Kompa
  • ver.di Bundesfachgruppe Medien – Manfred Kloiber
  • Sprecher der ‚Initiative Urheberrecht‘ – RA. Prof. Dr. Gerhard Pfennig
  • Moderation – Gabriele Flessenkemper

16:00 Uhr Ende